Nacktschnecken bekämpfen im Gewächshaus

Der in den letzten Tagen ziemlich verregnete Juni läßt nun auch tagsüber die Vielzahl an ungewünschten Nacktschnecken erscheinen. Eine vielversprechende Maßnahme muss her, damit diese glitschigen Plagegeister verschwinden, bevor sie den Weg in mein Gewächshaus finden - 2 kleine Kürbispflanzen haben sie dort nämlich schon verspeist.

Schön schaut sie wahrlich nicht aus! Ob es sich nun um die eher seltene "rote Wegschnecke". oder die in Massen auftretende "spanische Wegschnecke" handelt, vermag ich nicht zu sagen, auf ein "Holá" meinerseits reagierte sie zumindest nicht ;-)

Als Kind durfte man noch mit dem Fahrrad drüber radeln, aber welcher Tipp ist wirklich sinnvoll und kann von uns Erwachsenen umgesetzt werden und ist vor allem nachhaltig?

  Als erstes möchte ich mit dem Mythos "einfach mit dem Spaten zerteilen, dann ist Ruhe" aufräumen. Denn Ruhe ist dann keine!

Nacktschnecken erfolgreich bekämpfen, nur wie?

Wenn man nämlich die zerteilten Schnecken liegen läßt, so wird das ihre Artgenossen insofern freuen, als das diese dann zum Festmahl eilen – Kannibalismus nennt sich dieser Kult, dem auch die harmlos wirkenden Nacktschnecken hin und wieder verfallen – schrecklich…

Schneckenkorn: besteht aus Chemie und kostet zudem Geld, also nix für mich ;-)

Laufenten: fressen gerne sogar Nacktschnecken, für mich jedoch auch keine Option, da ich nicht über genügend Platz verfüge, aber vllt. leih ich mir mal eine aus und binde sie mit ner Leine parallel an den Rasenmäher…

Nacktschnecken absammeln mit einer alten Grillzange

Nacktschnecken absammeln mit einer alten Grillzange

Also heisst es: Aufsammeln für mich. Mit einer alten Grillzange und einem Eimer bewaffnet, schafft man an guten Tagen locker 50-100 Nacktschnecken in einer halben Stunde. Dies muss man nicht zwangsläufig in den Abendstunden machen, direkt nach einem Sommerregen ist es sehr ergiebig, da die Nacktschnecken dann ihre Unterkünfte verlassen und auf Wanderschaft gehen.

Was mit den Schnecken anschließend passiert, wenn diese im Eimer sind, muss jeder für sich entscheiden.

Einige nehmen kochendes Wasser, um die Nacktschnecken so abzutöten, andere hingegen nehmen einfach Kochsalz, was die Tiere jedoch lange leiden läßt – also Qualen und so nicht zu empfehlen!

Ob jemand sogar so herzvoll ist und die Schnecken irgendwo weit entfernt wieder aussetzt, kann ich mir nicht vorstellen – es sei denn, einem alten Streit unter Gärtnern soll so zu neuer Rache verholfen werden ;-)

Wie handhabt ihr das so mit euren Schnecken? Hab ja oft von der Bierfalle gelesen, aber Bier wird auch anders alle… ;-)

 

6 Kommentare zu Nacktschnecken bekämpfen im Gewächshaus

  1. sonnenschein // 7. Januar 2015 um 21:46 // Antworten

    Das Problem mit den Schnecken habe ich seit letzten Sommer auch. Glücklicher Besitzer von 3500 m² und reichlich Nachtschnecken. Hatte ebenfalls viele Versuche unternonnen – aber so richtig hat es nicht funktioniert. Laufenten wären optimal – bin aber nur an den Wochenenden auf dem “Anwesen”. Dann die Erlösung. Mein Nachbar. Nur ein Satz: Das fressen auch unsere Enten. Gesagt und getan. Morgens und Abends werden die “Plagegeister” gesammelt und den Enten serviert. Kein Schneckenkorn. Und der der morgendliche und abendliche Sammelgang hat auch Erfolg.
    Mal sehn wie es 2015 wird.

  2. Du kannst es Dir nicht vorstellen und ich mache es trotzdem ;-) Ich werfe die Schnecken 200m entfernt über einen Bewässerungsgraben (ich hoffe die können nicht schwimmen) und hoffe sie finden nicht wieder zurück, bzw auf dem Weg schon soviel zu essen, dass sie es nicht mehr bis in meinen Garten schaffen ;-)

    PS:
    Schöner Blog! :-)

  3. Stelle ich mir mühsam vor, jede Schnecke zu werfen – klingt aber nach nem guten Schutz, wenn man so einen Graben hast.

    PS: dankeschön ;-)

  4. Glashaus Sitzer // 18. April 2016 um 9:31 // Antworten

    Bisher habe ich auch immer eingesammelt, was aber erst im Laufe des Jahres einen Erfolg brachte… . Dieses Jahr habe ich zum ersten mal ein Gewächshaus und hatte die Hoffnung, wenigstens ein paar Pflänzchen durchbringen zu können. Aber nein, am ersten Abend nachdem die Setzlinge von der Fensterbank in Gewächshaus umgezogen waren, zeigten sich deutliche Fraßspuren und am zweiten Abend waren von der Hälfte der Zucchinis nur noch Strünke übrig. Das Gewächshaus steht jetzt seit Oktober, zwar mit vorbereitetem Boden aber pflanzenlos, und ich habe im Winter immer mal nach Schnecken geguckt, aber nie welche gesehen. Ich frage mich jetzt, wo kommen die Biester her? Möglicherweise habe ich, als ich das Gewächshaus angelegt habe, mit dem Kompost schon Schneckeneier mit reingebracht… . Was kann man jetzt dagegen tun? Absammeln – ja. Aber die Übeltäter sind sehr klein (nur 5-10 mm) und entsprechend schwer zu finden. Bringt es was, ein paar Tigerschnegel dort einzusperren? Und dann für die Zukunft, gibt es eine Methode, Kompost schnecken(eier)frei zu bekommen?
    Danke für eure Anregungen.

    • Ich selbst bin da auch etwas ratlos. Natürliche Fressfeinde wie Vögel sind rar im Gewächshaus. Was helfen könnte, ist ordentliches durchhaken und umgraben des Bodens, da die Eier an der Oberfläche vertrocknen sollen. Weitere Thesen und Tipps sind gern willkommmen.

  5. Glashaus Sitzer // 19. April 2016 um 9:25 // Antworten

    Da kommt mir gerade eine Idee, wie man Kompost evtl. schnecken(eier)frei bekommt: Trocknen! Der Vorbesitzer meines Hauses hat als Autoabstellplatz eine ca. 6m x 6m grosse Betonplatte gebaut. Darauf werde ich bei entsprechend sonnigem Wetter den Kompost ausbreiten. Wenn das dann durchgetrocknet ist, kann ich es wieder zusammenkehren und evtl. sogar in Säcke verpacken. Oder schadet das Trocknen dem Kompost? Gegenargument, was hilft der beste Kompost, wenn die Schnecken doch alles abfressen…

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