Archiv der Kategorie: Ratgeber

Pflanzen hinter Gittern – ein Versuch der Schneckenwehr

Nachdem ich im letzten Jahr eine wahre Schneckeninvasion hatte, welcher ich nur durch häufiges absammeln der Nacktschnecken ein wenig Herr der Lage wurde, hab ich mir heute was überlegt:

Bekanntlich mögen Schnecken spitze Untergründe bzw. Hindernisse nicht. Holzhäcksel oder Muschelsplit kann man versuchen, wobei ich lieber selbst kreativ sein möchte.
Da ich noch etwas Kaninchendraht (und keine Kaninchen!) über hatte, tüftelte ich den Plan aus, eine art Schneckenzaun aus diesem zu bauen. Ziel war es, ein kleines Hochbeet am Terrassenrand damit zu versehen, damit dort einige meiner Pflänzchen ganz in Ruhe wachsen können, ohne das diesen jemand ein Ohr oder gar ein Blatt abkaut..

schneckenzaun_selber_bauen2

Ich begann damit, Streifen vom wirklich recht spitzen Drahtgeflecht abzuknippsen, diese Streifen nagelte ich dann mittels Krampen an die Innenseite des Hochbeetes und füllte dieses dann am Ende mit Erde auf. Da ganze geht recht fix von der Hand.

schneckenzaun_selber_bauen3

Neben einer Zuckererbse, welche ihr bisheriges Dasein in einem viel zu kleinem Becher fristete, kam noch eine Edelwicke mit in das Hochbeet. Und, mutig wie ich bin, durfte auch die erste Tomate in das Feiland wandern – eine meiner freudig erwarteten Johannisbeertomaten. Wir haben sicher keine Bodenfröste mehr zu erwarten, denke ich. Zudem ist die Johannisbeertomate laut Beschreibung eine relativ robuste Wildtomate.

Aber bleiben wir noch kurz beim Thema Schneckenabwehr. Ich werde natürlich berichten, ob dieser spitze Zaun den Schnecken überhaupt Probleme macht. Vielleicht lachen sie sich ja unmittelbar vor dem Zaun tot? Oder aber es gibt ein Aufbegehren des Schneckenvolkes mit Hymnen a la „der Zaun muss weg“… man wird sehen.

Hilft Kupferband gegen Schnecken?

Hilft Kupferband gegen Schnecken?

Was es mit diesem Kupferband auf sich hat, und ob es wirklich gegen Schnecken hilft.. und wenn, warum eigentlich? Das alles erfahrt ihr in einem der nächsten Teile 🙂

 

 

aus grün wird blau

Ich möchte euch nicht vorenthalten, womit ich seit gut einem Jahr schraube: ein alter, gebrauchter BOSCH PSR 9,6 VE-2 hat über ein Kleinanzeigenportal inkl. einem Zweitakku und ein zweites Ladegerät den Weg zu mir für 30 EUR gefunden. Bis heute habe ich den Kauf nicht bereut, wobei ich dennoch schon seit einigen Wochen mit einem stärkeren Akkuschrauber geliebäugelt habe, was dann wohl auch der Osterhase mitbekam…

Besagtes Langohr hat also folgendes Szenario:

BOSCH Akkuschrauber PSR 9,6 VE-2

BOSCH Akkuschrauber PSR 9,6 VE-2

in dieses hier umgeändert:

 

BOSCH Akkuschrauber GSR 1800 Li

BOSCH Akkuschrauber GSR 1800 Li

Nun liegt Ostern ja auch schon einige Wochen zurück, aber endlich habe ich Zeit, mich mit dem neuen Akkuschrauber zu beschäftigen. Ich kann und werde hier keinen großartigen Vergleichstest veranstalten, sondern nur hin und wieder meine subjektiven Wahrnehmungen schildern. Das ganze hier ist auch kein „sponsored post“!!! (Wenn es einer wäre, würde ich ihn entspr. den Gesetzen auch als solchen kennzeichnen)

Da ich es mal beim laden der Akkus (ja, der neue hat auch 2 Akkus) belassen will, gebe ich heute nur eine Wahrnehmung bekannt: der neue riecht unangenehm nach Chemie… hoffe, das verfliegt bald?! 🙂

Tomaten pikieren und der Tomatenkinderwagen

Der Wetterfrosch hielt Wort und so konnten heute bei nahezu sommerlichen Temperaturen die kleinen Tomaten aus den Eierpackungen umgetopft werden. Dazu nahm ich als neue Töpfe zum Großteil Einweg-Trinkbecher und auch 2 Stück dieser 6er Töpfe, die man hin und wieder nach dem Pflanzenkauf über hat.

Tomaten pikieren

Tomaten pikieren

Das ganze geschah natürlich so, das die Tomatensorten nicht durcheinander raten – also an Hand des „Lageplan´s“.

Mittels edding wurden die Becher mit der jeweiligen Tomatensorte beschriftet, dann mit normaler Blumenerde befüllt und anschliessend wurde mit einem Löffelchen ein ca. 3cm tiefes Löchlein gegraben.

In diese setzte ich nach und nach alle Tomaten aus dem Treibhaus um.

Das 16Uhr Bier half der Hand, schön ruhig zu pikieren :)

Das 16Uhr Bier half der Hand, schön ruhig zu pikieren 🙂

Erstaunlich war nicht nur das heute recht verfrühte Bier, sondern auch die Erkenntnis, welch ausgeprägtes Wurzelwerk so kleine Tomaten schon besitzen. Teilweise musste ich diese vorsichtig von der Eierkarton-Pappe lösen bzw. mit deren Bestandteilen so einsetzen.

Man soll ja Tomaten bei jedem umtopfen bzw. neu verpflanzen immer ein wenig tiefer setzen also zuvor, damit das Wurzelwachstum angeregt wird und man so gesunde, starke Pflanzen heranzüchtet.

Je mehr Tomaten ich umpflanzte, umso stärker kamen meine Befürchtungen hoch, wo ich mit diesen ganzen Bechern und Schalen hin soll – die Fensterbank hat gar nicht so viel Platz.

Da kam mir ein alter „Servierwagen“ ganz recht, den ich noch auf der Terrasse zu stehen hatte und dieser übernahm nun die Funktion als Tomatenkinderwagen 😉

Der Tomatenkinderwagen

Der Tomatenkinderwagen

Ist schon ziemlich praktisch, so ein Teil mit Rädern dran.

Und irgendwie war´s wohl von Gott gewollt, das alle Becher und Schalen Platz genug fanden.

Mal schauen, ob ich mit den Tomatenkindern mal eine Dorfrunde drehe, damit diese noch die weite Welt sehen bevor es für sie für immer in das Gewächshaus geht. Bis dahin sind noch ca. 3-4 Wochen Zeit.

Da ich ja „eigentlich“ vorhabe, nur ca. 12-15 Tomaten im Gewächshaus anzubauen, einige der wenigen Wildtomaten draußen zu pflanzen und sich auf dem Bild noch ein paar Zucchinis dazugemogelt haben, steht die Frage im Raum, was ich mit dem Rest mache. Und dieser „Rest“ kann locker mit 25 Tomaten beziffert werden.

Vielleicht liest dies ja jemand aus meiner Nähe und meldet Interesse an einer Adoption an? Alternativ setz ich einige Tomaten bestimmt für Selbstabholer bei den ebay-kleinanzeigen rein.

So, gute Nacht und bis morgen, da blog ich was ganz tolles 🙂

prächtige Entwicklung in der Tomaten-Krabbelgruppe

Viel zeitiger als erwartet, man kann schon von echten Frühchen sprechen, keimten nahezu alle Tomaten gleichzeitig – und das ca. 10 Tage nach Aussaat.

Da sich ganz feiner Schimmel breit gemacht hat, hielt ich es für besser, von nun an die Schale nicht mehr geschlossen zu halten. Da sich das ganze auf der Fensterbank im Wohnzimmer befindet, sollte die Umgebungstemperatur ausreichend sein.

Ulkigerweise sind jetzt schon die Riesen- bzw. Baumtomaten am größten, das läßt doch unheimlich hoffen 😉

Ich werde in den nächsten Tagen wohl mit dem pikieren beginnen und so geeignetere Töpfchen suchen, damit jede Tomate sich dann einzeln frei entfalten darf.

mini-treibhausAls kleinen Spätösterlichen Überraschungs(p)fund empfand ich diese 3 „Plastikeier“. In diesen gab es heute Mittag zum Nachtisch nämlich „Osterei-Eis“ (stammt von der allseits bekannten Firma, welche Gefrorenes an die Hausfrau per Kleintransporter überbringt)

Trotz vollem Bauches erschloss sich mir sofort der weitere Verwendungszeck als: Mini-Gewächshaus!

 

Also fix ausgewaschen und mit Erde und je einem Samenkorn versehen, dazu 3 kleine Belüftungslöcher reingebohrt – schon standen die 3 Gewächshauseier ebenso auf der Fensterbank.

Beschriften war unnötig, hab jeweils 1 Korn von der wilden Johannisbeertomate, der peruanischen, eingebracht, sah dann so aus:

mini-treibhaus_tomatenBin gespannt, ob sich dieser sonst so gehasste Plastik-Wegwerf-Müll noch für diese Form der Naturgewinnung eignet. Wäre doch auch eine klasse Idee für das Büro? Macht kaum Arbeit und man kann die Erfolge mit Sicherheit schon nach wenigen Tagen fruchten sehen.

Es gilt nur noch, einen Starkverzehrer von „Osterei-Eis“ zu finden – oder habt ihr ähnliche Ideen aus Wegwerfmaterial verwirklicht?

So, zum Abschluss schauen wir uns alle noch das Ergebnis der kleinen Mairübchen an – sieht irgendwie aus wie Klee, hm? 😉

langstielige Keimlinge der Mairübchen

langstielige Keimlinge der Mairübchen

Warum Anzuchterde?

Ich bin im letzten Artikel kurz auf das Thema Anzuchterde eingegangen und will nun heute etwas mehr darüber rumphilosophieren.

Pflanzensamen sollte man nicht vollwertige, nährstoffreiche Erde einbringen, sondern so genannte „Anzuchterde“ verwenden. Diese Anzuchterde kann man sich entweder fertig kaufen, oder man mischt sich diese einfach selbst aus 1 Teil Blumenerde und zum 2.Teil aus Sand. Wenn man das ganze gut durchmischt, hat man eine lockere, relativ nährstoffarme Erde, wo das Saatgut bzw. die bald eintstehenden Jungpflanzen gut gedeihen.

Man kann das im Grunde so vergleichen, das Babys auch erst nach einigen Jahren zu Kasslerbraten mit dicker Soße und Thüringer Klößen greifen, wenn das Ernährungssystem diesbzgl. ausgebildet ist, was bei Jungs ab dem ca. 2.Lebensjahr die Regel sein sollte  😉

 

Ein Vorteil von bereits gekaufter, also fertiger Anzuchterde, so erklärte mir ein uniformierter Gartenfachmarktmitarbeiter, sei wohl, das diese nahezu frei von Keimen bzw. anderen Samen sei. Somit treibt auch wirklich nur das aus, was man selbst angesät hat und läuft nicht Gefahr, irgendwelches schon enthaltenes „Unkraut“ hochzupäppeln.

Das wiederum heisst, wenn man selbst gemischte Blumenerde mit Sand mischt, umso seine eigene Anzuchterde zu gewinnen, man diese anschliessend irgendwie keimarm bekommen muss – da scheint der heimische Backofen für einige Leute eine Option zu sein. Das scheint mir persönlich alles viel zu aufwändig…

Ich hab mich daher für die Version „selber kaufen“ entschieden und so ein 16l Sack reicht dicke für meine ganzen Zögline.

Tomaten ansäen in der richtigen Erde – es geht los!

Heute wanderte mein zahlreiches Saatgut in speziell dafür gedachte Anzuchterde. Warum nicht einfach normale Blumenerde? Das erfahrt ihr gerne im nächsten Artikel.

Als erstes schnitt ich mir Eierpackungen so zu recht, das diese in das kleine Treibhaus passen. Eierpackungen machen aus meiner Sicht Sinn, diese haben eine ausreichende Tiefe und man kann so schön das jeweilige Saatgut von einander trennen. Zudem kann man später, wenn es an´s umtopfen geht, einfach mit der Schere die Pflanze inkl. Eierpackungs-Papprest von den Nachbarn abtrennen. Die Pappe verrottet nach einiger Zeit und schadet der Jungpflanze nach meinen Erfahrungen überhaupt nicht.

Wichtig beim ansäen ist eine gewisse Ordnung, damit ihr die verschiedenen Tomaten-Keimlinge später auch der richtigen Sorte zuordnen könnt. Letztes Jahr hatte ich eine etwas komische Idee, die so ziemlich in die Hose ging: Tomaten al dente

Nun bin ich reifer und schlauer als 2014 und entschied mich dafür, alles zu „kartografieren“ 😉
Dazu habe ich mir (mangels zeichnerischer Talente) einfach mit Excel eine Liste mit den Spalten und Zeilen parallel zur Eierpackung ausgedruckt, in welche ich dann die entsprechenden Toamtensorten eintrage.

Die Tomatensamen werden "kartografiert"

Die Tomatensamen werden „kartografiert“

Wenn ihr das nachmachen wollt, achtet unbedingt darauf, dass sich so ein handliches Zimmertreibhaus auch mal auf der Fensterbank drehen lässt und somit der Plan im Eimer ist.

Daher empfehle ich euch, sowohl am Zimmertreibhaus als auch am Plan die obere linke Ecke zu markieren – eine art Kompass, damit nichts verwechselt wird 😉

 

Nach und nach werden in alle 28 „Eierfächer“ die Tomatensamen gebracht – ich habe jeweils 2 Samen im Abstand von 1-1,5cm angesät, falls mal ein Samenkorn nicht aufgegehn sollte. Anschliessend wird die Erde leicht befeuchtet – aber nicht zu nass! Bewährt hat sich dafür ein kleiner Srüher oder man nimmt, wie ich, einfach eine Einwegspritze und kann so sehr dosiert Wasser auufbringen. Dieses Wasser sollte man später in einer kleinen Tasse oder dergleichen auch auf der Fensterbank haben, damit es sich der Raumteperatur angleicht.
Merke: Kalt duschen ist nur was für Globetrotter 😉

Und so schaut das ganze dann fertig auf der Fensterbank stehend aus:

Tomatensamen sind eingebracht und beschriftet

Tomatensamen sind eingebracht und beschriftet

 

 

 

 

Pferdemist als Naturdünger im Gewächshaus

Rückblick: Wenn ich so übern Zaun schaue, sehe ich oft Kühe, manchmal gar nichts bzw. diesen tollen Gartenrotschwanz und hin und wieder 2 sportliche Pferde auf der Wiese.

Ich wollte schon immer mal rübergehen, um mir ein paar von den Stoffwechselendprodukten einzusammeln – denn mein gegenüberliegender Bauer wirkt ziemlich öko und die beiden Pferde sind wohl sein teures Hobby – somit denke ich, das diese auch nur gutes zu fressen bekommen und ich mir so nicht unbedingt Unmengen an Medikamenten-Ausscheidungen in den Boden buddele.

Nun ist es ja so, dass frischer Pferdemist vor dem düngen eigentlich ein oder sogar zwei Jahre abgelagert werden sollte, da dieser sonst zu „scharf“ sei – zumindest hab ich diese These von einem Gartenfreund, und der ist schon ganz schön alt und somit weise ;-).

Eine Weitere Weisheit des betagten Mannes lautete: „Bei Pferdemist haste Ende März n Weizen- und Haferfeld im Gewächshaus, lass es sein, Junge!“

Da ich mir keinen Pferdemisthaufen in den Garten legen und auch kein Getreide im Gewächshaus möchte, hab ich auch noch nie Pferdeäpfel gesammelt.

Heute: Da schlender ich so durch den Discounter mit den 4 weissen Buchstaben auf blauem Grund, um Grundnahrungsmittel zu erwerben und zack: was steht dort rum? Pferdemist!!!… in Form von Pellets, voll nachhaltig in ner schlichten Papiertüte zu 4kg abgepackt und lt. Hersteller total geruchsneutral. Hab ich dann mal n Sack mitgenommen,wa 🙂

pferdemist_pellets_naturduengerDer Hersteller nennt sich „Plantaqenz“, und die scheinen ne ganze Menge aus Pferdemist zu machen, gehen sogar in Richtung Energiegewinnung und eben auch Naturdünger in Form von Pellets.

Ich finde die Idee ganz schön clever, wo doch in so vielen Inseraten zu lesen ist, dass Pferdehalter immer auf der Suche nach Abnehmern für den ganzen Mist sind.

Laut Plantaqenz reicht der Inhalt einer 4kg Tüte für 50m², man soll die eingebrachten Pferdemistpellets kurz angiessen und die Nährstoffe holt sich die Pflanze in der Menge, wie diese es benötigt, ein Überdüngen scheint also nicht möglich?!

Ich werde mal vor dem Einsetzen der Tomaten (deren Samen ich noch gar nicht habe), in jeder Stelle eine kleine Handvoll dieser Pellets geben und dann sicher staunend hier berichten 😉

Solltet Ihr auch solche Pellets kaufen wollen und die Discountertante im Kittel sag „is nich mehr“, dann gibts diese Säcke auch im Internet zu kaufen, direkt beim Hersteller! Vielleicht schliesst ihr euch mit anderen Gartenfreunden zusammen, so das Ihr die Versandkosten teilen könnt.

 

Nacktschnecken bekämpfen im Gewächshaus

Der in den letzten Tagen ziemlich verregnete Juni läßt nun auch tagsüber die Vielzahl an ungewünschten Nacktschnecken erscheinen. Eine vielversprechende Maßnahme muss her, damit diese glitschigen Plagegeister verschwinden, bevor sie den Weg in mein Gewächshaus finden – 2 kleine Kürbispflanzen haben sie dort nämlich schon verspeist.

Schön schaut sie wahrlich nicht aus! Ob es sich nun um die eher seltene „rote Wegschnecke“. oder die in Massen auftretende „spanische Wegschnecke“ handelt, vermag ich nicht zu sagen, auf ein „Holá“ meinerseits reagierte sie zumindest nicht 😉

Als Kind durfte man noch mit dem Fahrrad drüber radeln, aber welcher Tipp ist wirklich sinnvoll und kann von uns Erwachsenen umgesetzt werden und ist vor allem nachhaltig?

 

Als erstes möchte ich mit dem Mythos „einfach mit dem Spaten zerteilen, dann ist Ruhe“ aufräumen. Denn Ruhe ist dann keine!
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